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Dr.
Volker Schöffl, Mannschaftsarzt der dt. Kletternationalmannschaft

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Zehengelenke im herkömmlichen Kletterschuh.
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Downturn
im rocteryx mit Vorfußentlastung. |
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Kletterschuhe
entwickelten sich in den letzten zwei Jahrzehnten von klobigen Bollerschuhen
hin zu einem hochwertigen Sportgerät. Ein wesentliches Merkmal
bei den gängigen Kletterschuhen ist die sehr extreme Passform.
Lapidar gesagt galt bisher, wenn der Schuh drückt, dann passt
er auch. Nur durch ein Aufstellen der Zehen im Schuh kann ein optimaler
Druck auf kleinste Leisten und Löcher als Tritte ausgeübt
werden. Dies wird bei vielen Modellen eben nur durch eine sehr enge
Passform des Schuhs erreicht. Hierbei wird der Fuß, vor allem
bei sehr steifen Schuhen, in eine extreme Zwangsstellung gebracht.
Dadurch treten langfristig Schäden an den Füßen
auf. So gibt es immer wieder hartnäckige Druckstellen und über
die Jahre hinweg kommt es eventuell gar zur Entwicklung eines sog.
Hallux Valgus durch zu enge Kletterschuhe (Abweichen des Großzehenstrahles
im Grundgelenk zur Fußmitte hin, verbunden mit Gelenkschmerzen,
Entzündung und Arthrose).
Dies ist inzwischen auch wissenschaftlich belegt. So fand sich bei
langjährigen Sportkletterern bei 50% ein beginnender Hallux
Valgus, entgegen bei nur 4,3% im Vergleichsklientelgleichen Alters.
Alle der untersuchten Kletterer klagten über Schmerzen im Kletterschuh!
Um solches in der Zukunft zu vermeiden, wurde viel orthopädisches
Know-How in die Entwicklung des rocteryx eingebracht. Hauptaugenmerk
war dabei eine möglichst anatomische Passform. Der gute Sitz
des Schuhes, und die Möglichkeit einer optimalen Kraftübertragung
auf die Zehenspitzen, wird durch ein schräg um die Ferse laufendes
Gummiband (Slingshot) erreicht.
Dieses drückt bei Bedarf, das heißt wenn der Schuh auf
der Spitze aufgesetzt wird, den Fuß in eine optimale Position
im Schuhfrontteil.
Die negative Vorspannung des Schuhes (Downturn) trägt ebenfalls
zur Entlastung des Vorfußes bei, die Zehengelenke sind weniger
stark aufgestellt. Zusätzlich wurde die Schnittform des Schuhes
den anatomischen Gegebenheiten eines Fußes optimal angepasst.
Die Materialien, die für den rocteryx verwendet werden,
sind sehr weich, so dass sich der Schuh in gewisser Weise dem Fuß
anpasst und nicht umgekehrt.
Ein wichtiges Augenmerk ist die Kongruenz des Schuhes zur Fußanatomie
sowie physiologisch funktionelle Gesichtspunkte der Fußgeometrie.
Damit wird erreicht, dass der rocteryx zum einen eine optimale
Kraftübertragung auf den Fels gewährleistet, andererseits
aber keine Druckschmerzen hervorruft.
In die Entwicklung der rocteryx-Schuhe sind deshalb nicht
nur Spitzenkletterer, sondern auch vor allem medizinisch-orthopädisch
fachkompetente Kletterer eingebunden.
Dr.
Volker Schöffl
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